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Wenn Unternehmen von steigenden Energiekosten profitieren

Wenn Unternehmen von steigenden Energiekosten profitieren.

Neue Methode zur Bestimmung der Auswirkungen von Preisschwankungen für fossile Energieträger auf Aktienpreise und –gewinne von Unternehmen
Januar 2009. Anant Sundaram, Finanzprofessor an der Tuck School of Business at Dartmouth hat eine Methode namens fossil fuel beta (oder FFβ ™) zur Messung der Auswirkungen von Schwankungen bei den Preisen für fossile Brennstoffe auf Aktienpreise und –gewinne (Earnings Per Share – EPS) von Unternehmen entwickelt. Dieses neue Messinstrument soll Aufschluss darüber geben, wie die Unternehmenspolitik und das Kurssicherungsgeschäft dazu beitragen können, die Kursgewinne eines Unternehmens von Veränderungen der Preise für fossile Brennstoffe abzukoppeln.

Professor Sundaram hat die FFβ Methode zusammen mit dem Forschungszentrum „Allwin Initiative for Corporate Citizenship“ der Tuck School entwickelt, dessen Schwerpunkte in der Erforschung der Rolle von Business und Management in der Gesellschaft liegen. Sundaram hofft, mit dieser Methode Anreize für Unternehmen zu schaffen, ihren Treibhausgasausstoß sowie ihren Verbrauch von fossilen Brennstoffen zu reduzieren, wenn zuverlässig nachgewiesen wird, dass dies direkte Auswirkungen auf ihren Wertpapierkurs hat.

„Der Klimawandel ist derzeit eine unserer größten Herausforderungen“ sagt Anant Sundaram. „Es steht der Gewinn oder auch Verlust von Trillionen von US Dollar auf dem Spiel. Ein rational denkendes Unternehmen sollte sich fragen: „Wie kann vermieden werden, dass Preisschwankungen für fossile Brennstoffe direkten Einfluss auf Kursgewinne bzw. –verluste haben?“

Die Berechnung der FFβ stützt sich auf der Öffentlichkeit zugängliche Daten zu Aktienkursen und Preisen für fossile Brennstoffe. Die Daten können beispielsweise für den Vergleich von Unternehmen aus dem US-amerikanischen Börsenindex S&P500 herangezogen werden. Eine Gegenüberstellung von FedEx und UPS hat gezeigt, dass ein 10-prozentiger Anstieg der Energiepreise zu einem Gewinnverlust von 10 Cents je FedEx-Aktie führen, während UPS 3 Cents pro Aktie verdienen würde.

Unternehmen mit positiven betas neigen dazu, die Folgen der höheren Ölpreise zu minimieren und können darüber hinaus die gestiegenen Ölpreise zum Teil in zusätzliche Gewinne umwandeln. Als negative betas hingegen werden Gewinne bezeichnet, die gegenüber steigenden Kraftstoffpreisen anfällig sind und zu Verlusten führen könnten.

“Für ein Unternehmen ist es per se weder gut noch schlecht, positive oder negative betas zu haben”, meint Sundaram. „Aber es kann für eine Firma durchaus strategisch sinnvoll sein, das Kerngeschäft von den fossilen Brennstoffpreisen abzukoppeln und langfristig ein Null beta anzustreben.“

Ein ausführlicher Artikel zur FFβ Methode ist im Dezember 2008 im CFO Magazine erschienen. Dieser ist auf Anfrage erhältlich.

Pressekontakt
 
Noir sur Blanc
Paris
Ansprechpartner: Frau Kirsten Broderdörp
Telefon: 0033141437275

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